Zürich, 28.11.2008: Die großen Volkskirchen spielen nach wie vor eine marginale Rolle in den deutschen Fernsehnachrichten. Dies ist das Ergebnis der Studie des Zürcher Medienforschungsinstituts Media Tenor über Kirche und Religion in den öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern. Nur selten drehen sich die Fernsehberichte um die Kirchen. „Als Hauptakteur tauchten sie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in gerade einmal 0,41% aller Beiträge auf. Im Privatfernsehen beträgt der Anteil nur 0,07%“, erläutert Dr. Christian Kolmer, Analyst bei Media Tenor .
Während die Evangelische Kirche leicht positiv bewertet wurde, überwog für die Katholische Kirche die Kritik. Im Vergleich mit Unternehmen kam die Kirche gut weg. In der Berichterstattung über die meisten religiösen Organisationen halten sich Zustimmung und Ablehnung die Waage. Geht es aber um moslemische Organisationen, dann ist ein Drittel aller Berichte kritisch.
„Die Katholische Kirche dominiert die Berichterstattung über religiöse Organisationen immer stärker, vor allem wegen der Aufmerksamkeit für den ´deutschen Papst`, aber auch wegen der bilderträchtigeren Liturgie“, so Dr. Kolmer. Die Schlüsselereignisse des Jahres 2005 – Wahl Benedikt XVI. und Weltjugendtag – haben die Aufmerksamkeit für die Katholische Kirche geweckt: Seitdem ist die Präsenz auch zwischen den großen Ereignissen deutlich gestiegen.
Die aktualisierte Studie steht zum Herunterladen bereit unter www.mediatenor.de/down_pdf_kirche.html.
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