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Kein Glanz zum Start des Dreamteams
2009-12-04
Zürich, 4.12.2009: Die Berichterstattung über das neue Bundeskabinett kennzeichnet weitgehend Neutralität

Zürich, 04. Dezember 2009. Angela Merkel und Guido Westerwelle ist es nicht gelungen, zumindest in der Startphase der Wunsch-Koalition ein Aufbruch-Klima in den Medien zu erzeugen. Beobachtende Neutralität bestimmte das Klima in den ersten Wochen der Berichterstattung über die Kanzlerin und ihre 15 Minister. Im Kabinett wurde Familienministerin Ursula von der Leyen, die inzwischen das Arbeitsministerium übernommen hat, in führenden deutschen Meinungsführer-Medien noch am freundlichsten von den Journalisten beurteilt.

Vizekanzler Guido Westerwelle hat durch seine Antrittsbesuche in Polen und Israel zusätzlich an Aufmerksamkeit hinzugewonnen und steht nun mit Blick auf die Präsenz standesgemäß hinter Angela Merkel. Sein Medien-Image litt allerdings unter Fragen zur Glaubwürdigkeit seiner Darstellung des FDP-Erfolges in den Koalitionsverhandlungen und der Doppelbelastung als Parteivorsitzender. Zu Guttenberg ist durch die Krise im Verteidigungsministerium dabei, sein gutes Medienimage zu verlieren. Noch überwiegt in der Berichterstattung über zu Guttenberg allerdings ein positiver Ton. Er ist hinter von der Leyen der Minister mit dem freundlichsten Medienimage. „Zu Guttenberg ist es mit seiner offensiven Kommunikationsstrategie offenbar gelungen, Vertrauen zu wecken. Das zahlt sich auch in schwierigen Zeiten aus“, so Roland Schatz, Chefredakteur von Media Tenor International.

Am unteren Ende der Wahrnehmungsskala rangieren Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, Verbraucherschutzministerin Aigner sowie Umweltminister Röttgen. Letzterer hat trotz des bevorstehenden Klimagipfels in Kopenhagen in den ersten vier Wochen seiner Amtszeit nur selten die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen.

Media Tenor untersucht die Berichterstattung über Parteien und Politiker in Deutschland kontinuierlich seit 1994. Für diese Analyse wurden insgesamt 10.035 Aussagen von oder über die Mitglieder des neuen Bundeskabinetts ausgewertet in Bild-Zeitung, TV-Nachrichten und -Magazinen, Focus, Spiegel, Bild am Sonntag, Manager Magazin, Wirtschaftswoche sowie Deutschlandfunk.

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